Neuland an der Jobelmannschule: Wenn Lehrer zu Lernenden werden
Am 18. Februar hieß es für uns: Ab nach Stade zur Jobelmannschule.
Wer den Riesenkomplex dieser Berufsschule kennt, weiß, wie vielfältig das Angebot dort ist – und genau so bunt gemischt war auch unsere Workshop-Gruppe.
Der Funke sprang eigentlich schon vor einer Weile über: Matthias Brandt, der leitende Veranstalter des Workshops, und Kai haben sich bei einem Netzwerk politischer Bildung mit Felix Breuning, dem Bildungsmanager für politische Bildung in Stade kennengelernt. Aus einem guten Gespräch wurde eine spannende Einladung, der wir nur zu gerne gefolgt sind.
Aber ein bisschen Kribbeln im Bauch war dabei. Neun Teilnehmer (sechs Männer, drei Frauen) unterschiedlichen Alters saßen uns gegenüber – und allesamt Lehrkräfte! Eine Premiere für uns. Wir haben uns gefragt: Was erwarten die von uns? Können wir die Profis der Didaktik wirklich überraschen?
Der »Propalaver-Effekt«: Vom Ich zum Du
Nun. Wer wagt, gewinnt! Denn wenn nur über das geredet wird, was wir wissen, kann nie über das geredet werden, was wir noch wissen wollen.
Und so begannen wir unseren Workshop mit unserem Kernkonzept: »Vom Ich zum Du«.
Das war für die Gruppe unerwartet, denn viele hatten wohl mit klassischen Rezepten für den Umgang mit Schülern gerechnet. Stattdessen hieß es: Fokus auf die eigene Persönlichkeit und das eigene Verhalten, die Grundlagen jeglicher Theaterarbeit. Das war für alle herausfordernd. In sechs intensiven Arbeitsstunden – nur unterbrochen von einem vorzüglichen Mittagessen – haben wir gemeinsam geschwitzt, umgedacht und doch gelacht, denn nur »Humor ist der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt«. (Christian Morgenstern)
Das Resümee: Ein voller Erfolg!
Das Ergebnis hätte nicht schöner sein können: Alle waren sichtlich zufrieden mit den Ergebnissen und äußerten ihren Wunsch zur weiteren Zusammenarbeit. Außerdem versprach das Kollegium Propalaver aktiv weiterzuempfehlen.
Unser Blick nach vorn
Dieser Workshop hat uns Mut gemacht. Wir würden uns freuen, mit weiteren Bildungsanbietern oder sogar schulpolitischen Gremien ins Gespräch zu kommen, denn wir sind überzeugt, dass unsere Lernziele zum Mehrwert eines modernen politischen Bildungsspektrums und für unsere Demokratie beitragen können.
Ein toller, inspirativer Auftakt für 2026, der unglaublich viel Energie und Spaß erzeugt hat.
